
Sanierung oder Neubau? IBE unterstützt Sie gerne!
Generalplanung: Alle Planungsleistungen aus einer Hand
Ein neuer Produktionsstandort, ein Erweiterungsbau, eine Sanierung im laufenden Betrieb. Solche Projekte scheitern selten an der Technik. Sie scheitern an den Schnittstellen. An einem mittelgroßen Gewerbebau arbeiten heute schnell dreißig Fachplaner. Architektur, Tragwerk, Lüftung, Elektro, Brandschutz, Verkehrsanlagen, Bauphysik. Jeder Vertrag ist eine eigene Naht. Jede Naht kann reißen.
Wer diese Verträge einzeln vergibt, koordiniert sie auch einzeln. Termine, Kosten, Kollisionsprüfung, Haftungsfragen: alles landet beim Bauherrn. Genau hier setzt die Generalplanung an. Ein Vertragspartner übernimmt die gesamte Planung, koordiniert alle Fachdisziplinen und haftet für das Ergebnis.
IBE plant seit 1990 Industrie- und Gewerbebauten nach diesem Modell. Dieser Beitrag erklärt, was ein Generalplaner leistet, wie er sich vom Generalunternehmer unterscheidet, was die Beauftragung kostet und wann sich das Modell für Sie rechnet.
Unsere Generalplanung im Überblick
Was ist ein Generalplaner?
Der Generalplaner übernimmt die gesamte Planung und Koordination eines Bauwerkes. Abhängig von der Absprache mit Ihnen, dem Bauherrn, als Auftraggeber, zählt die Bauleitung ebenfalls zur Planungsleistung. Dadurch steht der Generalplaner als einziger Ansprechpartner jederzeit zur Seite. Folglich liegt die alleinige Verantwortung für die umfassenden Planungsleistungen beim Generalplaner.
In unserem Erklärfilm „Was ist ein Generalplaner?“ bieten wir ihnen einen Einblick in die Generalplanung, also die Architektur gepaart mit der Planung der Technischen Gebäudeausrüstung, sowie der Tragwerksplanung und allen zusätzlichen Leistungen, je nach Bedarf.
Was Sie wissen müssen:
- Der Generalplaner bündelt alle Planungsleistungen in einem Vertrag und haftet für das Gesamtergebnis.
- Er ist kein Generalunternehmer: Er plant und überwacht, er baut nicht.
- IBE beginnt in Leistungsphase 0 und endet erst mit Phase 12, also inklusive Inbetriebnahme, technischem Monitoring und Rückbaukonzept.
- Je komplexer das Projekt, desto größer der wirtschaftliche Vorteil des Modells.
Warum Generalplanung?
Moderne Bauvorhaben sind komplex – technisch, energetisch und organisatorisch. An einem einzigen Projekt können heute über 30 verschiedene Fachplaner beteiligt sein. Diese Vielzahl an Beteiligten bringt nicht nur hohe Anforderungen an Koordination und Kommunikation mit sich, sondern auch erhebliche Risiken für alle Beteiligten – insbesondere für Bauherren.
Die klassische Rolle des Architekten als alleiniger Koordinator des Bauprozesses hat sich im Laufe der Jahre verändert. Projektsteuerung, Bauüberwachung und technische Fachplanung liegen heute meist in den Händen spezialisierter Ingenieure. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Planung: Lebenszyklusbetrachtung, Nachhaltigkeit, Simulationen, Qualitätssicherung – all das verlangt interdisziplinäre Zusammenarbeit von Anfang an.
Generalplanung bedeutet: alle relevanten Planungsleistungen aus einer Hand. Das reduziert Schnittstellen, minimiert Haftungsrisiken und ermöglicht eine effizientere Projektabwicklung.
Für den Bauherrn bedeutet das: ein zentraler Ansprechpartner, eine ganzheitliche Planung, weniger Risiken – und mehr Planungssicherheit.
Was sind die Vorteile der Beauftragung eines Generalplaners für den Bauherrn?
Die Zunahme an Generalplanungsleistungen zeigt deutlich, dass dem Bauherrn aus dieser Dienstleistung vielfältige Vorteile erwachsen:
- Der Auftraggeber hat nur einen Verhandlungspartner, den Generalplaner, der alle Subunternehmer frei auswählt und koordiniert.
- Der Aufwand für Administration und Koordination verringert sich durch einen Ansprechpartner.
- Das oft unterschätzte Haftungsrisiko für die Schnittstellenverantwortung entfällt.
- Der Zugriff auf einen Generalplaner minimiert das generelle Haftungsrisiko – z. B. beim Ausfall von einzelnen Fachplanern.
- Die Detailabstimmungen sind Aufgabe des Generalplaners, nicht mehr die des Bauherrn.
- Die Einzelterminkontrolle entfällt für den Bauherrn.
Welche Leistungen deckt die Generalplanung ab?
IBE ist ein generalistisches Architektur- und Ingenieurbüro. Die folgenden Fachbereiche erbringen wir im eigenen Haus:
- Architektur
- Tragwerksplanung
- Technische Gebäudeausrüstung
- Fabrik- und Werkstattplanung
- Verkehrsanlagen
Bauphysik, Brandschutz, Energie, Vermessung und Geologie steuern wir über unser Sachverständigennetzwerk bei. Die Verträge laufen weiterhin über uns. Sie behalten einen Ansprechpartner.
Die Leistungsphasen 1 bis 9 regelt die HOAI in § 34 für Gebäude und Innenräume. Unsere Generalplanung setzt davor an und hört danach nicht auf.
Leistungsphase 0: Planung vor der Planung
Vor der ersten Skizze steht die Frage nach dem Ziel. Wie viel Fläche brauchen Sie in fünf Jahren? Welche Prozesse ziehen um? Was kostet der Betrieb später? In Leistungsphase 0 schaffen wir ein belastbares Projektverständnis.
Der Hebel ist groß. Ein erheblicher Teil der späteren Lebenszykluskosten wird in den frühen Phasen festgelegt, lange bevor der erste Bagger anrückt. Entsprechende Auswertungen der DGNB zeigen diesen Zusammenhang deutlich. Wer hier spart, zahlt im Betrieb nach.
Leistungsphasen 1 bis 9: von der Grundlage bis zur Abnahme
Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurf, Genehmigung, Ausführungsplanung, Vergabe, Bauüberwachung, Objektbetreuung. Wir führen alle Fachplanungen zusammen und prüfen sie auf Vollständigkeit.
Sie erhalten nur entscheidungsrelevante Unterlagen. Protokolle, Pläne und Schriftverkehr laufen zentral bei uns zusammen. Das reduziert Ihren Abstimmungsaufwand deutlich.
Leistungsphasen 10 bis 12: Inbetriebnahme, Monitoring, Rückbau
Viele Gebäude erreichen ihre geplanten Effizienzwerte nie. Der Grund liegt selten in der Planung, sondern in der Inbetriebnahme. Deshalb erweitern wir die klassische Generalplanung um drei Phasen.
Phase 10 ist die strukturierte Inbetriebnahme. Phase 11 ist das technische Monitoring im Realbetrieb. Dafür arbeiten wir mit synavision zusammen. Phase 12 berücksichtigt Rückbau und Wiederverwertung. So fließen die Anforderungen des zirkulären Bauens bereits in die erste Planungsstrategie ein.
Generalplanung im Bestand: Sanierung und Umnutzung
Im Bestand ist die Generalplanung besonders wertvoll. Bestandsunterlagen fehlen oder stimmen nicht. Nutzungen ändern sich. Der Betrieb läuft weiter.
Wir beginnen deshalb mit einer sauberen Bestandsaufnahme. Per 3D-Laserscan erfassen wir Gebäude millimetergenau und überführen die Punktwolke in ein BIM-Modell. Auf dieser Grundlage planen wir Umbau, Erweiterung oder Umnutzung.
Das spart Nachträge. Wer im Bestand ohne verlässliche Geometrie plant, plant gegen die Realität.
Generalplanung mit BIM
Building Information Modeling ist für uns kein Zusatz, sondern die Arbeitsgrundlage. Alle Fachmodelle laufen in einem Koordinationsmodell zusammen. Kollisionen prüfen wir digital, bevor sie Geld kosten.
Für Sie bedeutet das Transparenz. Sie sehen den Planungsstand, nicht nur den Planungsbericht. Mengen, Kosten und Termine lassen sich aus dem Modell ableiten und fortschreiben.
Administrativer Aufwand
Mit einem Generalplaner erhält der Auftraggeber alle Planungsleistungen gebündelt in einem Vertrag. Leistungen, die nicht im eigenen Haus erbracht werden, koordiniert der Generalplaner über eigene Fachpartner – inklusive Vertrags- und Schnittstellenmanagement.
Alle Informationen, Planunterlagen und Schriftverkehre werden zentral beim Generalplaner verwaltet, aufbereitet und gefiltert. Der Bauherr erhält ausschließlich die entscheidungsrelevanten Inhalte – klar strukturiert, geprüft und abgestimmt.
So läuft der gesamte Planungsprozess an einer Stelle zusammen: Pläne, Protokolle und Fachinformationen werden koordiniert, zusammengeführt und dem Auftraggeber in verständlicher und entscheidungsfähiger Form zur Verfügung gestellt.
Koordination
Es liegt ausschließlich im Verantwortungsbereich des Generalplaners, dass Termine und Fristen bei der Planung eingehalten werden. Ebenso hat der Generalplaner den Informationsfluss zwischen den einzelnen an der Planung fachlich Beteiligten sicherzustellen und bei Bedarf Abstimmungsgespräche zu führen.
Verantwortung der Schnittstellen
Es obliegt dem Generalplaner, die jeweilige Leistung der Planungsbeteiligten sowohl inhaltlich wie auch auf Vollständigkeit zu prüfen. Eventuelle Kollisionen mit anderen Planungsleistungen werden festgestellt und beseitigt. Die Integration aller Planungsleistungen in das Gesamtprojekt stellt einen hohen Anspruch an die Kompetenz des Generalplaners.
Haftungsübernahme
Der Generalplaner gewährleistet gegenüber dem Auftraggeber die Richtigkeit der einzelnen Planungen einschließlich aller Schnittstellen innerhalb des Gesamtprojektes. Für die Gewährleistung in der Planung haftet dem Auftraggeber nur der Generalplaner.
Welche Vorteile hat die Generalplanung mit IBE?
Wir verstehen uns dabei konsequent als Treuhänder des Bauherrn: Ihre wirtschaftlichen und qualitativen Ziele stehen im Zentrum unseres Handelns. Dieses erklären wir auch in dem folgenden Video zum 33-jähriges Jubiläumsevent:
Unser Leistungsspektrum setzt bereits in der Leistungsphase 0 an, um frühzeitig die strategischen Weichen für den Projekterfolg zu stellen. Über die klassischen Planungs- und Überwachungsphasen (LPH 1–9) hinaus erweitern wir den Standard um entscheidende wertsteigernde Faktoren: Durch eine strukturierte Inbetriebnahme (Phase 10) und ein systematisches Technisches Monitoring (Phase 11) stellen wir sicher, dass die geplanten Effizienzziele im Realbetrieb tatsächlich erreicht werden. Mit der Berücksichtigung von Rückbau und Wiederverwertung (Phase 12) integrieren wir zudem die Anforderungen des zirkulären Bauens bereits in die initiale Planungsstrategie.
Dieser integrale Ansatz reduziert Schnittstellenverluste, minimiert Schnittstellenrisiken und bietet dem Bauherrn die Sicherheit einer durchgehenden fachlichen Begleitung aus einer Hand.

Sprechen Sie mit uns, bevor die erste Skizze entsteht
Generalplanung verlagert Risiko. Weg vom Bauherrn, hin zum Planer. Das lohnt sich überall dort, wo viele Gewerke ineinandergreifen: in der Produktion, in der Logistik, im Labor, im Bestand.
IBE übernimmt diese Rolle seit über dreißig Jahren. Architektur, Tragwerksplanung, Technische Gebäudeausrüstung und Verkehrsanlagen kommen aus dem eigenen Haus. Alles Weitere steuern wir über unser Sachverständigennetzwerk bei.
Rufen Sie an unter 07251 72488-0 oder schreiben Sie an . Wir prüfen Ihr Vorhaben und sagen Ihnen offen, ob sich Generalplanung für Sie rechnet.
Häufige Fragen zur Generalplanung:
Er übernimmt die gesamte Planung eines Bauvorhabens und koordiniert alle Fachplaner. Er prüft deren Leistungen inhaltlich und auf Vollständigkeit, beseitigt Kollisionen und hält Termine und Kosten nach. Gegenüber dem Bauherrn haftet er für die Richtigkeit der Gesamtplanung.
Der Generalplaner verantwortet die Planung, der Generalunternehmer die Ausführung. Der Generalplaner vertritt die Interessen des Bauherrn gegenüber den bauausführenden Firmen. Beide Rollen lassen sich in einem Projekt kombinieren.
Wir rechnen nach HOAI oder nach Aufwand ab. Welches Modell passt, klären wir vor Vertragsabschluss gemeinsam.
Für die Koordination fällt ein Zuschlag auf die Summe der Einzelplanungen an. Dieser Zuschlag erkauft Ihnen drei Dinge: die Schnittstellenkoordination, das Vertragsmanagement und die gebündelte Haftung. Rechnen Sie ihn gegen den internen Aufwand, den Sie sonst selbst tragen.
Je komplexer das Projekt, desto klarer fällt die Rechnung aus. Bei einem einfachen Lagergebäude mit zwei Gewerken lohnt sich das Modell selten. Bei einer Produktionshalle mit Prozesstechnik, Medienversorgung und Brandschutzkonzept lohnt es sich fast immer.
Entscheidend ist nicht die Quadratmeterzahl, sondern die Anzahl der Schnittstellen. Sobald Prozesstechnik, Gebäudetechnik und Brandschutz zusammenwirken, rechnet sich das Modell in der Regel. Im Bestand gilt das noch früher.
Ja. Unser Hauptmarkt ist Deutschland, der regionale Schwerpunkt liegt in Baden-Württemberg. Projekte im Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus betreuen wir regelmäßig.
